Alles in Scherben – wenn eine Beziehung in die Brüche geht …

Wenn eine Ehe oder eine Beziehung in die Brüche geht, dann bleiben immer Scherben übrig, weil im wahrsten Sinne des Wortes etwas zerbricht. Liebe, Vertrauen und Zukunftspläne beispielsweise.

Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich eine Ehe und eine Lebenspartnerschaft stets mit dem Ziel eingegangen bin, sie für immer aufrecht erhalten zu können. Leider sind die beiden Modelle für mich jeweils gescheitert. Gescheitert dahingehend, dass sie nicht zu Ende durchgeführt werden konnten.

Ist ein Scheitern wirklich ein Scheitern?
Die Frage, die ich mir dabei stelle, ist, sind sie wirklich gescheitert? Oder ist es – wenn eine Beziehung nach langer Zeit zu Ende und auseinandergeht, weil sich die Menschen unterschiedlich entwickelt und auseinandergelebt haben – einfach nur ein weiterer Schritt auf der persönlichen Entwicklung? Insofern wäre das Ende einer Beziehung vielleicht kein Scheitern …

So oder so, ich für meinen Teil bin für beide Beziehungen sehr, sehr dankbar. Aus meiner Ehe sind zwei Kinder entstanden. Meine ehemalige Frau und ich können trotz allem immer noch sehr gut miteinander umgehen.

Es war doch alles anders geplant …
Natürlich ist es so, dass, wenn du eine Beziehung abbrichst oder abbrechen musst, du dabei einen Gesichtsverlust durchlebst. Weil du denkst: „Das war doch eigentlich alles ganz anders geplant“. Gesellschaftlich hingegen ist es heutzutage sogar normal, wenn Beziehungen beendet werden. Über die Hälfte der Ehen werden wieder geschieden.

Für einige Menschen ist eine Trennung erst einmal wie ein Loch, in das sie hineinfallen. Um darüber hinwegzukommen und einen Neustart zu beginnen, ist es aus meiner Sicht wichtig, Beziehungen wie Trennungen als Geschenke dankbar anzunehmen.

Darüber hinaus spielt es eine Rolle wie die Beziehung auseinandergegangen ist. Kann es wirklich sein, dass sich Menschen gar nichts mehr zu sagen haben? Kann es wirklich sein, dass ehemalige Paare sich zerfleischen? Wenn ja, warum ist das so?

Ist es die Enttäuschung, also das Ende der Täuschung, weil ein nahestehender Mensch andere Werte und Sichtweisen hat und ich selber dies nicht erkannt habe? Ist es, weil ein von mir geliebter Mensch nun andere Menschen in dem Umfeld hat, die einen größeren Einfluss haben?

Beziehungen sind Geschenke
Meiner Ansicht nach sollten auch Beziehungen und Trennungen dankbar angenommen werden. Immerhin haben wir die Person, mit der wir die Beziehung geführt haben, geliebt. Was hat dazu geführt, dass es so ist, wie es ist und was soll das Leben mir sagen? Welchen Anteil habe ich an dieser Situation? Wo kann ich mich weiter entwickeln?

Wenn ich diese Fragen beantworten kann, dann kann ich anfangen mit mir meinen inneren Frieden zu schließen.

Seien wir also dankbar für das Geschenk, was uns das Leben gemacht hat und nicht nur sauer auf die andere Person. Schließlich haben wir diese für uns einmal gewählt.