Der Retter in der Not

Der Experte für Neubeginn weiß, wie man mit Verlusten umgeht und den Neustart wagt

Über persönliche Niederlagen, falsche Entscheidungen und generell Schwierigkeiten wird meist nur ungern und daher sehr wenig gesprochen. „Es könnte ja als Schwäche ausgelegt werden, wenn es nach außen gezeigt wird“, weiß Steffen Becker. Er ist Fachmann für Situationen, in denen alle Stricke reißen, alles schiefgeht oder scheinbar kein Weg mehr aus der Sackgasse herausführt.

Die negative Grundhaltung gegenüber Niederlagen möchte er ändern: „Ich bin der Überzeugung, das alles, was uns im Leben widerfährt, einen Sinn hat. Rückschläge und Misserfolge haben ganz klar schmerzhafte Seiten, aber auch faire Seiten, die wir für uns nutzen können. Wir müssen ‚nur‘ die Perspektive ändern“, sagt Becker.

Vor allem Menschen in anspruchsvollen Berufen oder Positionen wie beispielsweise Führungskräfte fühlen und sehen sich häufig als Einzelkämpfer. „Mitarbeiter sollen mit ihren Problemen nicht belastet werden, Kollegen gegenüber möchten sie keine Schwäche zeigen. Aber erst recht für diese Situationen ist es unerlässlich, sich herauszufordern“, weiß der Experte für Neubeginn und Widerstandsfähigkeit. Er hilft seinen Kunden, sich selbst den Spiegel vorzuhalten. „Als Sparringspartner sehe ich meine Aufgabe darin, die Menschen, mit denen ich arbeite, weiterzubringen. Die Wahrheit kann wehtun, doch nur wer bereit ist, die Wahrheit zu erkennen, kann sich weiterentwickeln.“

Konkret bedeutet das, dass Becker seine Kunden dabei begleitet, die für sie selbst passende Vision zu entwickeln, Schwierigkeiten und Herausforderungen zu meistern. Seinen Kunden will er außerdem Mut machen, Dinge endlich anzugehen und etwas Neues auszuprobieren. Dafür erachtet er es als wichtig, auch mal einen anderen Blickwinkel einzunehmen: „Es gehen immer neue Türen auf, wenn wir mit Lust dranbleiben, uns fokussieren und weitermachen. Wer es schafft, in seinen Verlusten einen Sinn auszumachen, lernt damit leichter umzugehen und findet nicht nur einen Weg, um weiterzukommen, sondern auch einen, um aufzusteigen. Das gelingt uns, wenn wir im Verlust den ‚fair.lust‘ erkennen“, schließt Steffen Becker.